Experiment




Mittelalterliche
Geschichte






Digitale Studieneinführung







Mathias Kluge (Hg.)

Mittelalterliche Geschichte

Vorwort

Diese Einführung richtet sich an alle Studierenden der Mittelalterlichen Geschichte. Anfängern und Fortgeschrittenen soll Grundwissen über den Untersuchungsgegenstand, über Darstellungs- und Quellenarten sowie über die Arbeitsweise und die Methoden des Fachs vermittelt werden. 

Der Umfang des Angebots wird ständig erweitert. Derzeit stehen 42 Beiträge zur Verfügung.

Allen AutorInnen, studentischen MitarbeiterInnen und Fördergebern möchte ich herzlich danken.

Mathias Kluge

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Unsere Beiträge

Wenn wir von Kulturgeschichte oder Cultural-History sprechen, müssen wir zwischen der älteren deutschsprachigen Kulturgeschichte und Cultural-History unterscheiden, die sich mit einer viel breiteren Palette von Phänomenen beschäftigt. // von Andrew Gow (Edmonton)

Im Allgemeinen stehen soziale Gruppen, zwischenmenschliche Phänomene und gesellschaftliche Strukturen, also Facetten der sozialen Wirklichkeit, im wissenschaftlichen Fokus von Sozialhistorikerinnen und Sozialhistorikern. // von Marcel Korge (Leipzig)

Um was es sich bei der Mentalitätsgeschichte genau handelt, ist nicht unbedingt einfach zu definieren, denn „Mentalität“ gehört gewissermaßen zu den weichen Begriffen, die von verschiedenen Autoren auch unterschiedlich aufgefasst werden. // von Knut Görich (München)

Die Entwicklung der Urkundenschrift muss immer im Zusammenhang mit der Entwicklung des Urkundenwesens an sich betrachtet werden. Die Zeitumstände, die Funktionalität der verschiedenen Bestandteile der Urkunde und der Verwendungszweck der Urkunde lassen sich auch daran ablesen, welche Schrift verwendet wurde. // von Thomas Engelke (Augsburg)

Die "Deutschen Reichstagsakten" gehören neben den 1819 begründeten "Monumenta Germaniae Historica" (MGH) zu den ältesten deutschen Editionsunternehmen, die Quellen zur Geschichte des Alten Reichs wissenschaftlich erschließen. // von Gabriele Annas (Frankfurt)

Die Anfänge der Regesta Imperii gehen auf den Frankfurter Stadtarchivar und -bibliothekar Johann Friedrich Böhmer (1795-1863) zurück, der 1829 damit begann, ein chronologisches Verzeichnis der Urkunden der römisch-deutschen Könige und Kaiser anzulegen. // von Steffen Krieb (Mainz)

Bis ins 12. Jahrhundert hinein besaß die christliche Kirche das Schrift- und Bildungsmonopol, wobei insbesondere die Klöster zum Hort von Bildung, Gelehrsamkeit und schriftlicher Überlieferung wurden. // von Andreas Kosuch (Augsburg)

Die Grabskulptur der ostfränkischen Königin Hemma aus dem 9. Jahrhundert, die wohl erst gegen 1280 entstanden ist, gilt als eine der schönsten des 13. Jahrhunderts in Deutschland. // von Martina Hartmann (München)

Bereits seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurden einzelne Reichsgesetze und Aktenstücke wie beispielsweise die Goldene Bulle Kaiser Karls IV. (1356), die Reformation König Friedrichs III. (1442), ein Anwesenheitsverzeichnis des Frankfurter Wahltags (1486) und die Wormser Reichskammergerichtsordnung (1495) im Druck vorgelegt. // von Gabriele Annas (Frankfurt)

Jan Thorbecke-Verlag (www.thorbecke.de)

3. Auflage

Handschriften des Mittelalters

Es begann mit der Durchsetzung des gebundenen Buches und endete mit der Erfindung des Buchdrucks. Dazwischen liegt die tausendjährige Geschichte des Aufbruchs in ein neues Medienzeitalter. Das Mittelalter brachte Europa die Verwendung des Papiers, eine Vielfalt an Schriftarten, die meisten der heute gebräuchlichen Satzzeichen, prägende Innovationen der Textgestaltung und eine neue Qualität der Bebilderung und Textillustration und legte damit das Fundament für die Medienkultur der Gegenwart. Im Mittelalter blühten Bibliothek und Archiv, deren reiche Überlieferung den Aufbruch im Zeichen der Schrift bis heute sichtbar macht.