Urkundenlehre(Diplomatik)

Als Urkunden dann mit dem Ende des Alten Reiches ihre rechtliche Legitimationskraft verloren, wandelte sich die Diplomatik zu einer historischen Wissenschaft und weitete ihr bisher hauptsächlich auf den Fälschungsnachweis von Urkunden konzentriertes Interesse auf zusätzliche Fragestellungen hin aus.
Damit einher ging auch die Notwendigkeit der systematischen und textkritischen Erschließung von Urkundenbeständen. In Deutschland gingen und gehen die entscheidenden Impulse von den im Jahre 1819 gegründeten Monumenta Germaniae Historica aus, in deren Kreisen Theodor Sickel (1826-1908) wirkte, "der im Rahmen seiner Ausgabe der Ottonenurkunden die" in der Diplomatik "bis heute gültige Standards setzte" (Mersiowsky).
Die Vielfalt des heutigen Instrumentariums diplomatischer Untersuchungsmethoden erläutert ein Mitarbeiter der Monumenta Germaniae Historica, Prof. Dr. Mark Mersiowsky:

Filmausschnitt: Probleme und Untersuchungsmethoden der Diplomatik